Ligabetrieb: DSB lässt Vereine gnandenlos im Unklaren

Der Deutsche Schachbund lässt die Vereine im Zuge der Corona-Pandemie weiterhin im Unklaren über ihre Zukunft und schickt die NRW-Teams ohne eine Entscheidung über die Wertung respektive Verlängerung der laufenden Saison in die Sommerferien.

 

Die auf den 21. Juni vertagte außerordentliche Mitgliederversammlung der Schachbundesliga hat sich erneut ergebnislos vertagt – diesmal auf den 17. Juli. Sollte dann im dritten Anlauf eine Entscheidung über eine etwaige Fortsetzung der Ersten Liga fallen, wären anschließend die Entscheidungsträger der Landesverbände am Zug. Eingedenk des Umstands, dass diese Findungsphase mitten in die bundesweite Sommerpause fällt, wird sich die Schach-Basis nun weiterhin damit abfinden müssen, vom Dachverband ins Abseits gestellt worden zu sein. Ob die Schachfreunde Verl ihre klare Verbandsliga-Tabellenführung sportlich in die Regionalliga tragen dürfen, durch einen Saisonabbruch zum Meister erklärt werden oder am Ende sogar auf den Aufstieg verzichten müssen, steht damit unmittelbar vor der Sommerpause immer noch in den Sternen.

 

Während konkurrierende Sportarten längst einen reinen Tisch gemacht haben, lässt der Schachbund seine Mitglieder und Vereine bei ihren Planungen nun gnadenlos im Stich. Seinem Ruf als Exotensport wird er auf diese Weise zwar allemal gerecht. Dem Schachsport an der Basis hat er damit allerdings einen Bärendienst erwiesen.

 

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